DSC Geschäftspartner- und Stammdaten-Validierung (GuStaV)

Daten importieren, validieren und speichern

Stammdaten unterliegen einem Lebenszyklus und müssen regelmäßig validiert bzw. ergänzt werden, um eine hohe Datenqualität aufrechtzuerhalten. Dies ist meist nur durch manuelle Pflege und entsprechenden Aufwand möglich, obwohl die Daten elektronisch vorliegen.

GuStaV ermöglicht eine komfortable Übernahme von Adressänderungen aus externen Datenquellen nach SAP und unterstützt damit eine effiziente Sachbearbeitung. Die flexible Anpassbarkeit auf unterschiedliche (externe) Datenformate sorgt für vielfältige Einsatzmöglichkeiten: So ermöglich GuStaV z. B. bei der Inkassobearbeitung zur Prozessoptimierung den Austausch von Adressdaten zwischen EVU und Inkassodienstleistern. Dabei werden im System vorhandene Adressdaten übersichtlich mit den vom (externen) Dienstleister zurückgelieferten Daten verglichen und komfortabel in das SAP-System übernommen. Ferner besteht die Möglichkeit, im System vorhandene Adressdaten gegen den Webservice der Deutschen Post Direkt (Addressfactory Direct) zu validieren. Hierzu steht der DSC-Service Anbindung Addressfactory zur Verfügung.

Funktionalität
  • Ausgangspunkt ist Datei des Dienstleisters
  • Flexible Formatsteuerung für Upload
  • Eigene Datenhaltung mit Historie
  • Verwaltung bearbeiteter/unbearbeiteter Daten
  • Unterstützung der Verarbeitung durch Status-Wechsel
  • Einfach bedienbare Filter / Default-Filter
  • Absprung in GP-Transaktion
  • Vergleich und Übernahme
  • direkte Gegenüberstellung interner/externer Daten
  • selektive Übernahme einzelner Felder

Stammdatenmanagement – Merkmale zum Geschäftspartner

Erweiterte Spezifikation und Untergliederung von Merkmalswerten zum Geschäftspartner

Die funktionale Erweiterung der ‚Merkmale zum Geschäftspartner‘ schafft die Möglichkeit einer stärkeren Spezifikation und Untergliederung von Geschäftspartnern und erlaubt es, den jeweiligen Geschäftspartner anhand einer Liste von Merkmalen und Merkmalswerten näher zu beschreiben. Da die Merkmale nicht rollenspezifisch implementiert wurden, sind sie in jede Geschäftspartnerrolle eingebunden. In so genannten Merkmalsets können verschiedene Merkmale zusammengefasst und als Ganzes einem oder mehreren Geschäftspartnern zugeordnet werden. Hier ergibt sich also konkret die Möglichkeit einer Untergliederung der Geschäftspartner.

Einsatzmöglichkeiten
  • Einteilung des Kundenstamms in verschiedene Gruppen, die dann z. B. für Marketingzwecke ausgewertet werden können
  • Erweiterung der Geschäftspartner um zusätzliche Informationen
Funktionsumfang
  • Anlegen von Merkmalen
  • Anlegen von Merkmalssets und Zuordnung von entsprechenden Merkmalen zum Merkmalsset
  • Zuordnung von Merkmalssets zu Geschäftspartnern
  • Individuelle Ausprägung der Merkmale eines Merkmalssets im Geschäftspartner

Stammdatenmanagement – Wechsel des Geschäftspartnertyps

Organisation | Person | Gruppe

Ein wesentliches Merkmal zur Sicherstellung der Stammdatenqualität ist eine korrekte Abbildung der Konstrukte im SAP-System. Es kann vorkommen, dass ein Geschäftspartner nicht mit dem richtigen Partnertyp (Person/Organisation/Gruppe) im System vorhanden ist. Die Ursachen dafür sind vielfältig, führen aber beispielsweise zum falschen Ansprechen des Kunden in der Kommunikation oder resultieren in fehlerhaften Klassifikationen. Um den Kunden nun mit dem korrekten Partnertyp im System abzubilden, gibt es bislang nur die Möglichkeit einer kompletten Neuanlage des Partners und seiner Konstrukte. Zur Vermeidung dieses Aufwands bietet DSC ein Werkzeug zur komfortablen Korrektur des Geschäftspartnertyps an.

Mit Hilfe einer separaten Transaktion ist es möglich, den Typwechsel auch ohne vorherigen Eintrag in den Arbeitsvorrat durchzuführen. Der Eintrag wird dann zur Protokollierung automatisch in die Tabelle eingefügt. Im Fall eines angeschlossenen SAP CRM on-Premise wird der Wechsel des Partnertyps parallel auch dort vorgenommen. Um typspezifische Feldinhalte von einem Typ auf den anderen zu übertragen, ist mit Hilfe einer DSC-Tabelle eine Zuordnung auf Basis von Wechselart und Feldnamen möglich. Die Eingabe der Feldnamen wird von einer eigenen Suchhilfe unterstützt. Die Korrektur des Partnertyps kann somit schnell und unkompliziert im Rahmen des Tagesgeschäfts erfolgen.

 

Funktionsbeschreibung

Für die Korrektur des Partnertyps ist lediglich die Angabe der Partnernummer und des Zieltyps erforderlich. Der Wechsel wird meist zwischen Organisation/Gruppe und Person erfolgen. Als Element der Qualitätssicherung ist vorher der zu korrigierende Partner in eine separate DSC-Tabelle einzutragen. Damit werden versehentliche Typwechsel vermieden. Für den Wechsel des Partnertyps wird ein entsprechender Änderungsbeleg geschrieben. Sowohl in der DSC-Tabelle als auch im SAP-Log werden alle vorgenommenen Typwechsel zusätzlich protokolliert. Für die Ausprägung individueller Logiken stehen mehrere BAdI-Zeitpunkte zur Verfügung.

Stammdatenmanagement: DSC-Geschäftspartnerzusammenführung für SAP-Branchenlösungen

Prozesseffizienz durch Datenqualität

Die Sicherstellung einer hohen Stammdatenqualität ist in der heutigen Zeit von großer wirtschaftlicher Bedeutung, denn eine hohe Datenqualität sorgt nicht nur für verbesserte Prozesse und Kennzahlen, sondern senkt auch Kosten und erzeugt Wettbewerbsvorteile. Standardisierte Lösungen stoßen im Rahmen der zunehmenden Automatisierung und stetig steigenden Komplexität der Geschäftsprozesse jedoch oft an ihre Grenzen, sodass Stammdaten häufig redundant gehalten werden. Erfahrungsgemäß liegt der Anteil an Geschäftspartnerdubletten selbst innerhalb eines Systems bei 10 – 15 %. Insbesondere beim Wechsel in ein neues System (z. B. SAP S/4HANA) ist es wichtig, mit einem sauberen Datenbestand zu starten.

Unsere Lösung ermöglicht die Zusammenführung geschäftspartnerabhängiger Datenobjekte mehrerer Geschäftspartner auf einen ausgewählten Master-Geschäftspartner. Damit kann z. B. bei einer Migration auf eine individuelle Ausprägung von Zusammenführungslogiken verzichtet werden. Die DSC-Lösung arbeitet auf Basis von Datenbankoperationen. Dabei wird beim Umhängen der Objekte eines Partners die alte Partnernummer in allen abhängigen Objekten durch die neue Partnernummer ersetzt. Es entstehen keine Zwischenabrechnungen oder neuen Vertragskonten, und auch bereits geleistete Abschlagszahlungen verursachen keine Probleme. Dadurch erzeugt die DSC-Geschäftspartnerzusammenführung dem Kunden gegenüber nur eine minimale Außenwirkung. Insbesondere die Konsistenz von Adressen und Bankverbindungen bleibt vollständig erhalten.

Die DSC-Geschäftspartnerzusammenführung gliedert sich in drei Schritte:

DSC Geschäftspartnerzusammenführung

Auswirkung des 24h-Lieferantenwechsels: Steigende Anzahl der Dubletten in SAP-Systemen (SAP ECC und SAP S/4HANA for Utilities)

Der neue 24-Stunden-Lieferantenwechsel erhöht die Herausforderungen u. a. im Hinblick auf Dublettenzahl und Datenqualität.

der 24-Stunden-Lieferanten­wechsel ist für End­kundinnen und End­kunden eine posi­tive Ent­wick­lung, da er einen schnelleren und bequemeren Anbieter­­wechsel ermög­licht. Für Energie­ver­sor­gungs­unter­nehmen hin­gegen bringt er erheb­liche Heraus­forderungen mit sich: Die not­wen­digen Nach­arbeiten sowie die Ein­hal­tung des neuen Standards stellen hohe pro­zes­suale Anfor­der­ungen dar und führen zu einer er­höh­ten Komple­xi­tät in den SAP-Systemen. Eine zentrale Heraus­forderung be­steht in der Ver­mei­dung von Dublet­ten, um die Daten­quali­tät im SAP-System (SAP for Utilities und SAP S/4HANA for Utilities) sicher­zu­stellen.

Doch warum ist das so?

Wenn inner­halb eines Tages zahl­reiche Wechsel­pro­zesse an­fallen, steigt die Wahr­schein­lich­keit, dass bei jedem Liefer­be­ginn ein neuer Ge­schäfts­partner an­ge­legt wird, an­statt einen eventuell bereits vor­handenen zu ver­wenden. Der enge Zeit­rahmen von 24 Stunden setzt Ihre Mit­arbei­ten­den unter Druck, schnelle Ent­schei­dungen zu treffen – oder der Pro­zess läuft ohne­hin auto­ma­ti­siert im Hinter­grund ab. Das kann dazu führen, dass Änderungen nicht sorg­fältig ge­prüft werden oder ver­mehrt doppelte Ein­träge ent­stehen.

Hintergrund:

Vor dem 24-Stunden-Liefer­anten­wechsel waren rück­wirkende Ein­züge bis zu 6 Wochen mög­lich, was nun nach dem Format­wechsel nicht mehr mög­lich ist. Wenn sich nun ein Aus­zugs­kunde recht­zeitig ab­meldet, der neue Kunde aber noch nicht be­kannt ist, wird bis dahin oft ein Dummy-Kunde an­ge­legt. Wird nun nach einigen Tagen der neue Ein­zugs­kunde be­kannt und der Liefer­beginnprozess ab­ge­schlos­sen, sind u. U. auf­wen­dige Nach­arbeiten not­wendig.

Folgen für Ihre Datenqualität:

  • Schnelle Zu­nahme von Ge­schäfts­partne­rdublet­ten in der Daten­bank
  • Ver­lust der zentra­len Kunden­sicht ink­lu­sive His­to­rie
  • Offene For­der­ungen und Bo­ni­tät sind bei neuen Kunden nicht sicht­bar

Empfehlung

Setzen Sie auf speziali­sier­te DSC-Produkte zur Sicher­stellung einer hohen Daten­quali­tät – bei­spiels­weise auf die DSC-Geschäfts­partner­zusammen­führung für SAP for Utilities und SAP S/4HANA for Utilities. Diese auto­ma­ti­sier­ten Lösungen unter­stützen Sie dabei, Dubletten­erkennung und -bereinigung effi­zient durch­zu­führen. Durch den Transfer komplet­ter Vertrags­konten von einem Geschäfts­partner auf einen anderen ent­fallen auf­wendige Nach­arbeiten, bei­spiels­weise im SAP FI-CA, was Zeit und Ressourcen spart.

Fazit

Eine Kombination aus technischen Maßnahmen und klar definierten Prozessen ist der Schlüssel, um die Herausforderungen des 24-Stunden-Lieferantenwechsels erfolgreich zu bewältigen. So stellen Sie langfristig eine hohe Datenqualität sicher und profitieren von reibungsloseren Abläufen.

Erfahren Sie anschaulich gleich mehr zu dem beschriebenen Anwendungsfall und zu unserer Lösung in unserem Espresso-Webinar :

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