Versorgungssperrung Effiziente Sperrbearbeitung für Netz, MSB & Vertrieb

Komplexe Prozesse in getrennten Netz-, MSB- und Vertriebssystemen

Die Abwicklung der Versorgungssperrung aufgrund von Zahlungsverzug stellt Versorgungsunternehmen in einer deregulierten Systemlandschaft mit getrenntem Netz-, MSB- und Vertriebssystem vor große Herausforderungen. Die Anforderung für eine Sperrung aus Zahlungsverzug entsteht im Lieferantensystem, die Ausführung muss aber im Netzsystem abgebildet und gegebenenfalls auch eine Genehmigung des Messstellenbetreibers eingeholt werden.

Für den Prozess der Unterbrechung und Wiederherstellung der Anschlussnutzung im Auftrag des Lieferanten existieren für Deutschland verbindliche Rahmenvorgaben der Bundesnetzagentur, die jedoch einen gewissen Ausgestaltungsspielraum hinsichtlich bilateraler Vereinbarungen zwischen den Prozessteilnehmern bieten.

Effiziente Versorgungssperrung im Mehr-Systeme-Modell

DSC bietet für den Geschäftsprozess der Versorgungssperrung eine komplette Softwarelösung an, die einen reibungslosen Ablauf und die Vermeidung vertrieblicher Diskriminierung unter Einhaltung der BNA-Vorgaben (Abwicklung der Terminankündigung, Erledigungsfristen) garantiert.

Mit den durch die DSC-Lösung angebotenen Werkzeugen lassen sich auch schwierige Geschäftsvorfälle, wie sie z. B. im Kontext der Lieferantenwechselprozesse bzw. bei der Anbindung eines externen  Messstellenbetreibers entstehen, in einer deregulierten Systemumgebung unternehmensspezifisch abbilden.

Durch die Funktionalität des Sperrbeleg-Connectors werden Nachrichten im Falle einer Marktrollentrennung automatisiert zwischen Netz- und Vertriebssystem auf Basis eines UTILMD-Formats ausgetauscht. Die elektronische Übertragung einer Sperranforderung an den Netzbetreiber für die betroffenen Marktlokationen und die Rückmeldung der ausgeführten Versorgungssperrung sowie die Veranlassung und Rückmeldung einer Wiederinbetriebnahme gehören hierbei zu den Grundlagen der Datenaustauschfunktionalität. Eine Anbindung eines assoziierten Messstellenbetreibers ist auf direkter Basis (z. B. über Webservices) möglich.

Darüber hinaus können bei Wegfall des Sperrgrundes (z. B. durch Zahlungseingang) Aufträge, die an den Netzbetreiber übermittelt wurden, sofort storniert werden. Auch über erfolglose Sperrgänge oder sonstige für den vertrieblichen Kundenservice relevante Geschäftsvorfälle wird das Liefersystem durch den Versand reiner Informationsnachrichten in Kenntnis gesetzt. Alle Kommunikationsprozesse können workflow- bzw. batchgesteuert ablaufen, damit sie direkt auf das Systemverhalten reagieren und daher nicht im Dialog bedient werden müssen.

Ihre Vorteile beim Einsatz der Effizienten Versorgungssperrung

  • Weitgehend automatisierte Prozessabwicklung über mehrere Systeme (Lieferant, Netz, MSB; dazu mobile Anwendungen und Bezahlsysteme wie barzahlen.de)
  • Transparente Prozessdarstellung über alle Systeme hinweg
  • Variabler Informationsübertrag zwischen Lieferant & Netzbetreiber
  • Informative und einfach zu bedienende Dialoganwendungen für alle Aspekte des Geschäftsprozesses
  • Vollständige Synchronisation der Stammdaten in allen Systemen
  • Systemübergreifende Sofortreaktionen bei Wegfall des Sperrgrundes (Zahlungseingang)
  • Vereinfachte Kennzahlenermittlung über statistische Auswertungen
  • Organisation des Forderungsmanagements auf der höchsten Beitreibungsstufe über den Sperrvorgang hinaus
  • Standardisierte Berücksichtigung unternehmensspezifischer Anforderungen bei der Implementierung
Produkt-Nr.: 999

Bundesnetzagentur legt Abwicklungsrahmen für Stromsperrungen fest

Umsetzung der BNA-Vorgaben für die Abwicklung des Sperrprozesses

Standardisierte Lösung mit Neufunktionen in der Effizienten Sperrbearbeitung

Im Zuge des neu erlassenen Lieferantenrahmenvertrags müssen sich Stromnetzbetreiber und beauftragende Lieferanten zum 1. Januar 2016 bei der Abwicklung einer Versorgungssperre aus Zahlungsverzug in wesentlichen Kernpunkten an Prozessvorgaben der Bundesnetzagentur halten.

Dies betrifft vor allem die (unabhängig von der notwendigen Androhung der Versorgungsunterbrechung nach §19 GVV) festgesetzte Erledigungsfrist von 6 Werktagen sowie die standardisierte Kommunikation der Sperrbeauftragung.

Das seit Jahren vielfach in der Praxis bewährte DSC-Add-On Effiziente Sperrbearbeitung bietet Funktionen für die Erzeugung und elektronische Verarbeitung des auf Excel basierenden BNA-Formulars. Für die alternativ mögliche Kommunikation zwischen Grundversorger und Netzbetreiber per Datenaustausch stellen wir die notwendige Formatbeschreibung zur Verfügung. Neue Prozessfunktionen ermöglichen die geforderte Verwaltung und fristgerechte Erledigung der eingehenden Anforderungen.

Beim Design des Prozesses stehen wir beratend und umsetzend für Sie zur Verfügung.

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