Geschäftspartnerzusammenführung bei der Linz AG

Die Linz AG, führender Energieanbieter in Oberösterreich und darüber hinaus, startete im Jahr 2005 ein Auswahlverfahren bezüglich einer praktikablen Lösung für die Bereinigung von Geschäftspartnerdubletten im produktiven SAP for Utilities (IS-U/CCS)-System des Unternehmens. Dabei sollten nicht nur Objekte aus SAP for Utilities, sondern auch Geschäftspartnervereinbarungen etc. aus SAP CRM zusammengeführt werden.

Nach intensiver Prüfung fiel Anfang 2006 die Entscheidung für eine Zusammenarbeit mit DSC. Wesentliches Kriterium hierfür war zum einen das bereits bei mehr als 15 Energieversorgungs unternehmen aus Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland praxisbewährte DSC Add-On Geschäftspartnerzusammenführung für SAP for Utilities. Zum anderen überzeugte die Verfügbarkeit einer Zusatzkomponente zur Konsolidierung von CRM-Daten.

Die DSC-Lösung zeichnet sich vor allem durch eine nahezu unmerkliche Hintergrundverarbeitung bei der Umsetzung der Objekte von Neben- auf Hauptgeschäftspartner aus. Dabei bleiben Vertragskonten, Abschlagspläne etc. unverändert erhalten, so dass sich beispielsweise keinerlei Nacharbeiten im Kontokorrentbereich ergeben.

Die Standardfunktionen der DSC-Geschäftspartnerzusammenführung im Bereich Dublettenanalyse bestehen einerseits aus einem Abgleich auf Basis von Name und Adresse sowie andererseits aus einer Auswertung der gemeinsamen Bankverbindungen mehrerer Partner. Zur flexibleren Namensanalyse im IS-U System kam bei der Linz AG zusätzlich die DSC-Komponente Phonetischer Vergleich zum Einsatz.

Das Projekt begann im April 2006 mit der Erarbeitung des Projektplans und der Zusammenstellung der über die Standardfunktionalität hinaus notwendigen Anforderungen. In enger Zusammenarbeit mit DSC wurde ein ehrgeiziger Zeitplan erarbeitet, der neben den notwendigen Meilensteinen in Hinblick auf die erforderlichen Testläufe vor allem den Termin der Produktionsumsetzung anvisierte, welcher durch den Jahresabschluss und die damit verbundenen Systemarbeiten auf September 2006 festgelegt war. Durch die parallele Umsetzung der Daten aus SAP BW durch die IT der Linz AG ergab sich ferner die Notwendigkeit, die Umsetzung in einem Programmlauf möglichst an einem Wochenende durchzuführen.

Die DSC-Geschäftspartnerzusammenführung wurde entsprechend den Anforderungen der Linz AG um eine flexible Hauptpartnerlogik erweitert. Diese ermöglicht es, den Hauptpartner mit Hilfe einer einstellbaren Prioritätsliste aus einer Gruppe von Dubletten zu ermitteln.

Für den Umsetzungslauf wurde die DSC-Software zudem um einen Adressabgleich erweitert, der die Beibehaltung der bisherigen Rechnungsadresse auch dann garantiert, wenn diese nicht fix im Vertragskonto eingetragen ist. Der Abgleich der Adress- und Bankdaten zwischen IS-U und CRM erfolgte dabei über Einbindung der Middleware, wodurch eine konsistente Datenhaltung dauerhaft gewährleistet ist.

Nach Fertigstellung der Erweiterungsfunktionalitäten konnten Ende Mai die ersten Testläufe stattfinden, wobei auch gleich die CRM-Zusatzkomponente zum Einsatz kam. Nach den erfolgreichen Testläufen wurde die Analyse im Produktivsystem durchgeführt, so dass dort im Juli die notwendigen Prüfungen der Dublettenvorschläge sowie die entsprechenden Freigaben erfolgen konnten. Sämtliche qualitätssichernden Maßnahmen, wie z. B. die Erstellung einer Liste der offenen Posten vor und nach der Zusammenführung, wurden vonseiten der Linz AG durchgeführt.

Eine Generalprobe aller Läufe (IS-U, CRM und BW) erfolgte Mitte August. Dieser Test verlief erfolgreich, so dass der produktiven Umsetzung Anfang September nichts mehr im Wege stand. Umgesetzt wurden letztendlich die Daten von über 30.000 Partnerdubletten mit ca. 64.000 Vertragskonten. Daraus ergaben sich in SAP for Utilities 7,7 Mio. Datenbankupdates, die in einer speziellen DSC-Tabelle protokolliert wurden. Die Laufzeit für die Umsetzung belief sich auf 10 Stunden, in SAP CRM erfolgte die Umsetzung von 400.000 Datenbankänderungen in knapp zwei Stunden.

Das Projekt verlief plangemäß ohne Überschreitung des Zeitplans oder des Budgets, und auch Projektleiter Dipl.-Ing. Georg Gratzl ist zufrieden: "Das Zusammenführen von Geschäftspartnern direkt auf der Datenbank ist ein heikles Unterfangen. Neben dem Vorliegen eines erprobten Softwarewerkzeugs ist ein seriöser und verlässlicher Projektpartner unerlässlich, und den haben wir in der DSC GmbH gefunden!"

 

 

 

 

 

 

 


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