Pfalzwerke AG
Aus zwei mach eins
Pfalzwerke
und Pfalzgas führen ihre Abrechnungssysteme zusammen |
|
Datenexport von IS-U nach
IS-U im laufenden Systembetrieb: Die Fusion der Gassparten
der Pfalzwerke AG und der Pfalzgas GmbH machten die Migration
von 26 000 Vertragsdaten von einem Abrechnungssystem ins andere
erforderlich. Mit ihrem Beratungspartner DSC konnte die Pfalzwerke
AG die problemlose Datenübertragung realisieren. Der
gemeinsamen Bilanzierung steht nun nichts mehr im Wege.
Striktes Kostenmanagement
und gezielte Kundenorientierung gehören für Gasversorger
im liberalisierten Markt zum Tagesgeschäft. Gründe
genug für die Pfalzwerke AG und die Pfalzgas GmbH sich
zusammenzuschließen. Weil die Erdgas Konzessionsgebiete
der Versorger eng aneinander grenzen, beschlossen Haupt- und
Gesellschafterversammlung der beiden Unternehmen die Fusion
der Gassparte. Die Vorteile dafür lagen auf der Hand,
effizienter Netzbetrieb, bessere Serviceleistungen und optimiertes
Störungsmanagement ließen sich so viel kosteneffizienter
realisieren. Gesagt, getan entstand im September 2003 das
größte pfälzische Erdgas-Dienstleistungsunternehmen
mit einem Umsatz von über 80 Mio. Euro und rund 52 000
Privat- und Gewerbe- sowie ca. 500 Sondervertragskunden.
Die Fusion zog weitreichende
organisatorische und informationstechnische Änderungen
nach sich. Unter anderem machte die Gründung der neuen
Gesellschaft die Zusammenführung beider Abrechnungssysteme
erforderlich. Erst dann ist eine gemeinsame Bilanzierung möglich.
Vor der Fusion führten beide Unternehmen ihre Verbrauchsabrechnung
mit der SAP-Standardsoftware IS-U/CCS durch – in unterschiedlichen
Systemen allerdings. Ein strategisch wichtiges Ziel der Umstrukturierungsmaßnahmen
im Bereich der IT-Landschaft war daher, den größten
Teil der Gaskunden innerhalb eines einheitlichen Buchungskreises
in einem gemeinsamen IS-U System abzurechnen. Aus diesem Grund
entschieden sich die Verantwortlichen dafür, eine gemeinsame
Abrechnungsplattform im bisherigen System der Pfalzwerke einzurichten.
Auf dieser Basis sollte künftig der gesamte die Gassparte
betreffende Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Kein einfaches
Unterfangen galt es doch zu diesem Zweck die Daten von rund
26 000 Kunden mit jährlicher Abrechnung aus dem Pfalzgas-System
in das Pfalzwerke-System zu integrieren. Und darüber
hinaus den bereits bestehenden Pfalzwerke-Verträgen den
neuen Buchungskreis zuzuweisen. Erschwerend kam weiter hinzu,
dass die Überführung einer Teilmenge bereits produktiver
Verträge eines SAP-Systems in einen neuen Buchungskreis
mit erheblichem zeitlichen Aufwand verbunden ist. Vor allem
aber wird diese Funktion zur Zeit von keiner am Markt existierenden
Software unterstützt.
Dennoch musste eine
Lösung gefunden werden, diese Aufgabe innerhalb eines
begrenzten Zeit- sowie Kostenrahmens zu bewältigen. Die
Verantwortung für das Projekt übernahm prego, die
unternehmenseigene IT-Abteilung der Pfalzwerke. Als interner
IT-Dienstleister sind deren Mitarbeiter für den Energieversorger,
aber auch für seine Töchter und Partner zuständig.
Um die Herausforderung zu meistern, wandte man sich an den
langjährigen Beratungspartner DSC Unternehmensberatung
und Software GmbH, Schriesheim. Gemeinsam mit den auf die
Energieversorgungsbranche spezialisierten IT-Experten erarbeitete
man ein Konzept, mit dem sich zunächst ein wichtiger
Meilenstein des Projekts – die Datenmigration sämtlicher
Gaskunden in das Pfalzwerke-System – umsetzen ließ.
Der laufende Produktivbetrieb sollte dabei jedoch nicht eingeschränkt
werden.
Mit einem von DSC entwickelten
standardisierten Migrationstool konnte der Datenexport auch
unter diesen Bedingungen erfolgen. Das Projekt startete Ende
Juni 2002. Zunächst wurde mit
IS-U Select ein Werkzeug installiert,
das die Übernahme der Daten vom IS-U der Pfalzgas in
das IS-U-System der Pfalzwerke automatisierte und den Ablauf
dafür erheblich vereinfachte. Durch die neun Monate andauernden
Vorarbeiten inklusive Tests ließ sich die eigentliche
Migration, also das Be- und Entladen der Daten, in beiden
Systemen innerhalb von zwei Tagen realisieren.
Anfang 2005 wurde der nächste Projektschritt in Angriff genommen und ein Buchungskreis-Split aus einem System heraus
durchgeführt und ein weiterer Buchungskreis via Customizing
eingerichtet. „Durch die automatisierte Übernahme
der 26 000 Gaskunden in unser System und den auf das Jahr
2005 aufgeschobenen Buchungskreis-Splitt konnten wir die Verarbeitung
der Daten zum Stichtag in einem Buchungskreis sicherstellen“,
resümiert Edgar Gschwind, Projektleiter seitens der Pfalzwerke
die gemeinsame Arbeit.
„Während
der gesamten Projektlaufzeit und auch für die anstehenden
Aufgaben konnten und können wir uns auf unseren Beratungspartner
DSC vollkommen verlassen.“
|